Der Luther-Effekt

Eine Ausstellung aus anderer Perspektive erleben – Das Deutsche Historische Museum (DHM) präsentiert den „Luthereffekt“  im Berliner Martin-Gropius-Bau

Museen können mit wenig Aufwand mehr Menschen einen individuellen Zugang zu Ausstellungen bieten, wenn Audiodeskription, Audioguide und Radiofeature vernetzt, geplant und aus einer Hand umgesetzt werden.
Die Sonderausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ zum Reformationsjubiläum kann in den folgenden Beiträgen erlebt werden. Die MP3's können im internen Player angehört oder heruntergeladen werden.

 

Beiträge:

Vom 12. April bis 5. November 2017 zeigt das Deutsche Historische Museum aus Anlass des Reformationsjubiläums in der Ausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ im Martin‐ Gropius‐Bau, Berlin die weltumspannende Geschichte des Protestantismus.
Auf knapp 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden rund 500 originale Exponate in Szene gesetzt. Darunter befinden sich herausragende Kunstwerke ebenso wie aussagekräftige Alltagsgegenstände. Ein großer Teil der außergewöhnlichen Objekte wird anlässlich des 500. Reformationsjubiläums erstmals in Deutschland zu sehen sein.
Moderner Medieneinsatz liefert Hintergrundinformationen und ergänzt die Schau.
"Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ ist eine der nationalen Sonderausstellungen im Reformationsjahr 2017 und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband unterstützt die Ausstellung als Hauptsponsor. Die Nationalen Sonderausstellungen stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Museen können mit wenig Aufwand mehr Menschen einen individuellen Zugang zu Ausstellungen bieten, wenn Audiodeskription, Audioguide und Radiofeature vernetzt, geplant und aus einer Hand umgesetzt werden. In einem spannenden Projekt wird dieser Ansatz gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin im Rahmen der nationalen Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ erprobt.
Grundgedanke des Projekts ist es, dass bei der Produktion eines spannenden Radiofeatures über die Ausstellungsvorbereitungen Material entsteht, welches auch später als Audiodeskriptionen für den Multimediaguide verwendet werden kann. Die Radiobeiträge bilden die Grundlage für das zusätzliche Angebot für Menschen mit einer Seheinschränkung. Ziel ist es, ein neues Medium für Bildbeschreibungen zu erschließen und so neue Anwendungsgebiete und Verbreitungsformen für Audiodeskriptionen zu entwickeln.
Bilder, Exponate und die Ausstellung werden den Hörern aus den Blickwinkeln der verschiedenen Besuchergruppen und Fachleuten beschrieben – vor dem Hintergrund der Kunstgeschichte, aus Besucherperspektive oder der Perspektive von Kindern. Es entstehen dabei differenzierte und abwechslungsreiche Sichtweisen, die Raum für Interaktionen bieten.
Durch die rein akustische Informationsvermittlung der Radiosendung können alle, die zuhören, die Erfahrungen blinder Menschen nachempfinden und bekommen so eine Vorstellung davon, wie unterschiedlich ein und dasselbe Bild von verschiedenen Menschen gesehen werden kann. Dabei sind Stimmungen oder sachliche Beschreibungen in verschiedenen Ausprägungen möglich. Aus der barrierefreien Audiodeskription für wenige wird so ein Angebot für viele Menschen, die Museen anders erleben möchten: attraktiv und unterhaltsam im Design für alle.